Clemens von Ramin
Die Welt der Worte bliebe leer, wenn Menschen sie nicht mit Sprache füllen würden. Die einen sprechen, andere hören zu. Clemens von Ramin liest – mit Leidenschaft – Lyrik, Prosa, Dokumentationen. Die Menschen hören ihm gebannt zu – in Theatern, bei Festivals oder Veranstaltungen, vor dem Bildschirm. Sein voller, warmer Bariton bringt Texte zum Klingen und nimmt die Phantasie seiner Zuhörer an die Hand. Mit Clemens von Ramin kann man reisen – in nahe und ferne Länder, in die Stille oder die Heiterkeit: Der Klang seiner Stimme führt an andere Ufer. Er genießt diese Arbeit und das Glück, das er anderen schenken kann: "Wenn es gelingt, Menschen in den Bann der Sprache zu ziehen, entsteht eine neue Welt. Ideen füllen sich mit Leben, Literatur wird – und sei es auch nur für den Zauber eines Augenblickes – Wirklichkeit."
Seit zehn Jahren arbeitet er unermüdlich für dieses Ziel, reist durch Deutschland, die Schweiz und Österreich. Mit Künstlern, Musikern und Dramaturgen entwickelt er Programme, geht in Theater, Schulen, Konzertsäle – und schlägt stets neue Kapitel auf. "Seine" Klassiker, Heine, Mann, Fontane, Hesse u.a. -klingen nicht erhaben, sondern klar. Leichtes, Komödiantisches liegt ihm ebenso wie Satiren oder Kurzgeschichten. Und er kann schweigen, Pausen setzen – auch die Stille gehört in seine Partitur.
"Wer vor einem Publikum spricht, liest oder rezitiert, der hat Verantwortung," so bekennt der vierzigjährige. "Wenn ich Menschen mit einem Text erreichen möchte, muss ich mit ihnen fühlen. Und ebenso verpflichtet bin ich dem Verfasser und seiner Botschaft." Und so schlägt er die Brücke zwischen Wort und Leben - jedes Mal, wenn Menschen seiner Stimme lauschen.